Da ich nicht krank bin, hatte ich überhaupt nicht im Sinn, den Healing Room, der jeden Samstag ab 9 Uhr stattfindet, zu besuchen. Aber am Freitagabend im Gottesdienst kam ich mit einem Greg (er hatte ein Schophar dabei und liess während der Anbetung und nach dem GD auf dem Parkplatz immer wieder mal einen kräftigen Hornstoss erklingen!) ins Gespräch, der mir sagte, ich solle mich doch im Healing Room segnen lassen. Auch wenn ich nicht krank bin? Shure, they do that!
Um 8.30 Uhr bin ich dann da, stelle mich in die lange Schlange, fülle das Formular aus (als Vorwand gab ich auch noch meinen etwas unregelmässigen Puls an). Um 9 Uhr werden wir in den Worship- und Warteraum gebracht, wo eine Band zuerst instrumental spielt und dann zu worshipen beginnt. (Im gleichen Raum hat bis heute Morgen früh 2 Uhr die Gebetsnacht stattgefunden!) Bei der Türe wird jeder von zwei Leuten herzlich begrüsst und meine neue Freundin Sandra (siehe Bild!) ruft jedem mit ansteckender Fröhlichkeit zu: heald! geheilt! Da bleibt kein Raum mehr für Zweifel. Sandra bleibt den ganzen Morgen - oft tanzend - an ihrem Platz und sagt jedem lachend und mit grosser Überzeugung das Losungswort heald!
Der Raum ist einladend geschmückt, wie während jedem Worship malen zwei Leute je ein Bild. Ebenfalls im Raum, wo dann gebetet wird. MitarbeiterInnen laufen im Raum umher, segnen die Leute, verbreiten einfach Fröhlichkeit und Zuversicht. Der Raum füllt sich. Ich schätze, dass insgesamt weit über 100 Leute kamen.
Es wird auffallend viel gelacht, im Geist und natürlich. Da ist man auf der Siegerseite. In der Gemeinde werden bei allen Veranstaltungen Zeugnisse von neuen Heilungen erzählt. Sie reichen von banalem Kopf- und Rückenweh bis zu einem neuen Gelenk in einem Knie, wo von Geburt her gar keines war.
Ich bin in der dritten Gruppe, die aufgerufen wird, in den eigentlichen Gebetsraum zu gehen. Dort beten rund 10 Teams (je zwei oder drei Leute) für die Kranken. Im Hintergrund hört man die Worshipmusik aus dem Warteraum. Es herrscht eine ruhige, ungezwungene, fast feierliche Atmosphäre. Die Teams versuchen von den Angaben auf dem Blatt auf die richtige wartende Person zu schliessen. Für mich beten ein vielleicht 40jähriger Chinese und ein schon älterer, weisshaariger Einheimischer. Bei allen Mitarbeitern hat man den Eindruck, dass sie ihrer Sache sicher sind. Auffallend ist hier die Gegenwart des Geistes. Das ist mir bei allen aufgefallen, mit denen ich Kontakt hatte oder die Anbetung leiteten, etwas sagten usw.. Dass es geistgeführt und nicht einfach gemacht ist, ist selbstverständlich. Die beiden sagen mir, ich solle vom Herrn empfangen. Relax! Ich solle keine Lasten mehr tragen, die ich nicht tragen müsse und nichts mehr tun, was der Herr gar nicht von mir will. Der Leiter geht von Team zu Team und kommt auch zu uns und betet dann noch speziell für mich als Schweizer Pastor, bevor ich wieder gehe. Sie laden mich ein, am Schluss noch zu kommen, und mich vom ganzen Team segnen zu lassen. Wow!
In der angrenzenden Cafeteria esse ich einen Cesar-Salad und als nach 12.15 Uhr die meisten Leute gegangen sind, schleiche ich mich nochmals in den Raum. Rund vierzig Leute stehen im Kreis, ich auch irgendwo. Was die wohl von mir denken? Zum Glück trage ich mein schönstes Hemd und nicht mehr mein Jogging-Texas-T-Shirt... Dann machen sie Rückblick, erzählen von offensichtlichen Heilungen. Klatschen, lachen, rufen! Hier geht es immer ziemlich laut und fröhlich her und zu. Dann kurze Gebetszeit, wo alle miteinander Jesus danken. Dann sagt der Leiter, da sei noch ein Guy aus der Schweiz, für den wir jetzt noch beten würden. Alle sind begeistert! Ein Heilungsteam aus Grand Rapids ist da und sie erhalten die Erlaubnis! Ich stelle mich mitten in den Kreis und komme mir dann vor, wie ein Weisser, der von Indianern umringt wird. Sie lachen, rufen, beten in Sprachen, einige fallen um, viele halten ihre Hand auf mich, lachen mich an, segnen mich, rufen mir etwas zu. (Da könnten wir Emmentaler lernen, unsere Schweigeminuten-Zurückhaltung abzulegen!) Einige kommen und beten einen Moment mit mir und sagen persönliche prophetische Worte. Ja das war wirklich ein unglaubliches Geschenk. Impartation, ich habe Anteil bekommen von ihrer Heilungs-Salbung! Ja, so fühlt sich Erweckung an...



Sehr eindrücklich und ergreifend diese Berichte!! Nicht zu vergessen, dass übermorgen ja schon Dienstag ist!-
AntwortenLöschenWir freuen uns alle sehr auf dein nach Hause kommen! lg ur